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Im August habe ich das letzte Mal Urlaub gemacht. Im August 1978. Vor der Gründung von LITRATON. Offen gestanden habe ich nichts vermisst und immer meinen Spaß im täglichen Überraschungsspiel des Verkaufs. Nachdem in der vergangenen Woche die Wetterprognosen immer dramatischer wurden, beschloss ich am Donnerstagmittag ganz spontan, ‚die Luken dichtzumachen‘, wie man in Hamburg so schön sagt. Dreieinhalb Tage Urlaub, so ganz aus heiterem Himmel. Donnerstagnachmittag und Freitag habe ich mit Lesen verbracht und dabei den herrlichen Ausblick auf den winterlichen Feenteich genossen (für Nicht-Hamburger: das ist ein Nebenteich der Außenalster, der früher einmal ganz zutreffend Moorloch hieß, dann aber den marketingmäßig besser zu verwertenden Namen Feenteich erhielt). Am Samstag zog mich der PC magisch an, und ich habe meine internationalen Tummelplätze nach Neuheiten durchflöht, ohne aber wirklich etwas Interessantes zu entdecken.
Nach zweieinhalb Tagen Urlaubsquarantäne hielt es mich heute dann nicht mehr, und ich bin zur Nordstil gefahren, einer kleinen Messe für norddeutsche Händler. An den Ständen mit Dekoideen für Weihnachten 2026 kam ich stressfrei vorbei. Auch die ersten zehn Anbieter mit neuen Karten ignorierte ich souverän. Ich wollte ja keine Karten mehr einkaufen und wie die Kunden in meinem Laden ‚nur mal kucken‘. Nicht einmal das Neuheitenangebot des Moses-Verlags, dessen Spiele mich sonst eigentlich immer faszinieren, konnte mich zu einer Bestellung animieren. In mir stiegen ernsthafte Befürchtungen auf, ich könnte vielleicht krank sein.
Mein Waterloo kam bei DISCORDIA, einem Kartengroßhändler, der unter anderem die von mir so geliebten Wortschatzkarten anbietet. In fröhlicher Eintracht kam ich mit einer anderen Kundin zum Austausch und wir lasen uns die Karten unter einträchtigem Gelächter und Staunen vor. Irgendwann tauchte jemand vom Verlag auf und wollte uns ein Körbchen in die Hand drücken. Die junge Dame sah einigermaßen irritiert aus, als wir bekannten, uns nicht zu kennen und dementsprechend 2 Körbchen zu brauchen.
Dann ging es Schlag auf Schlag: neue Karten und Puzzles von Curiosi, witzige neue Memo-Spiele von Metermorphosen, eine ganze Reihe neuer Literaturpuzzles aus dem Laurence King Verlag, neue Booknoks von Tonecheer und faszinierende neue Spielideen der belgischen Firma Smartgames. Gekrönt wurde das Ganze von dem Spiel STRATEGETI des Herstellers Flexiq. Es ist eine raffinierte Mischung aus Schach und 4 gewinnt. Mir war schon fast die Flucht gelungen, als ich bei der Edelfirma Philippi eine ungewöhnliche Backgammon-Ausgabe entdeckte und ein sehr edles Schachspiel. Da konnte ich nicht Nein sagen. Auch ein ästhetisch ansprechendes Holz-Stapelspiel für Menschen von 5 bis 95 kam noch mit.
Fazit des dreieinhalb-tägigen ‚Winterurlaubs‘: ich bin unfähig, einfach mal nichts zu tun. Und Sie können es jetzt ausbaden, weil Sie die Qual der Wahl haben werden, wenn die Neuheiten im Laufe der nächsten Wochen ausgeliefert werden. Dann wird aus ‚Nur mal Kucken‘ ganz schnell eine Einkaufsorgie, die die Karte zum Glühen bringt …
Hoffentlich.
Grete Schulga
11.01.2026
Öffnungszeiten:
AlsterCity/Barmbek: Mo - Fr, 10.00 - 17.00 Uhr, Sa 10.00 - 13.00 Uhr
Die AlsterCity ist ein großer Bürogebäudekomplex, der über zwei Straßenadressen gleich bequem zu erreichen ist: Anfahrt über die Osterbekstraße 90 (Bushaltestelle Brucknerstraße) oder Weidestrasse 122 (Bushaltestelle Flotowstraße). Es gibt reichlich, 2 Stunden kostenlos zu nutzende Besucherparkplätze (versuchen Sie gar nicht erst, an der Straße einen Parkplatz zu finden).
Unser Laden befindet sich im Erdgeschoss gleich neben der Rezeption.
Urlaubstest fehlgeschlagen
Im August habe ich das letzte Mal Urlaub gemacht. Im August 1978. Vor der Gründung von LITRATON. Offen gestanden habe ich nichts vermisst und immer meinen Spaß im täglichen Überraschungsspiel des Verkaufs. Nachdem in der vergangenen Woche die Wetterprognosen immer dramatischer wurden, beschloss ich am Donnerstagmittag ganz spontan, ‚die Luken dichtzumachen‘, wie man in Hamburg so schön sagt. Dreieinhalb Tage Urlaub, so ganz aus heiterem Himmel. Donnerstagnachmittag und Freitag habe ich mit Lesen verbracht und dabei den herrlichen Ausblick auf den winterlichen Feenteich genossen (für Nicht-Hamburger: das ist ein Nebenteich der Außenalster, der früher einmal ganz zutreffend Moorloch hieß, dann aber den marketingmäßig besser zu verwertenden Namen Feenteich erhielt). Am Samstag zog mich der PC magisch an, und ich habe meine internationalen Tummelplätze nach Neuheiten durchflöht, ohne aber wirklich etwas Interessantes zu entdecken.
Nach zweieinhalb Tagen Urlaubsquarantäne hielt es mich heute dann nicht mehr, und ich bin zur Nordstil gefahren, einer kleinen Messe für norddeutsche Händler. An den Ständen mit Dekoideen für Weihnachten 2026 kam ich stressfrei vorbei. Auch die ersten zehn Anbieter mit neuen Karten ignorierte ich souverän. Ich wollte ja keine Karten mehr einkaufen und wie die Kunden in meinem Laden ‚nur mal kucken‘. Nicht einmal das Neuheitenangebot des Moses-Verlags, dessen Spiele mich sonst eigentlich immer faszinieren, konnte mich zu einer Bestellung animieren. In mir stiegen ernsthafte Befürchtungen auf, ich könnte vielleicht krank sein.
Mein Waterloo kam bei DISCORDIA, einem Kartengroßhändler, der unter anderem die von mir so geliebten Wortschatzkarten anbietet. In fröhlicher Eintracht kam ich mit einer anderen Kundin zum Austausch und wir lasen uns die Karten unter einträchtigem Gelächter und Staunen vor. Irgendwann tauchte jemand vom Verlag auf und wollte uns ein Körbchen in die Hand drücken. Die junge Dame sah einigermaßen irritiert aus, als wir bekannten, uns nicht zu kennen und dementsprechend 2 Körbchen zu brauchen.
Dann ging es Schlag auf Schlag: neue Karten und Puzzles von Curiosi, witzige neue Memo-Spiele von Metermorphosen, eine ganze Reihe neuer Literaturpuzzles aus dem Laurence King Verlag, neue Booknoks von Tonecheer und faszinierende neue Spielideen der belgischen Firma Smartgames. Gekrönt wurde das Ganze von dem Spiel STRATEGETI des Herstellers Flexiq. Es ist eine raffinierte Mischung aus Schach und 4 gewinnt. Mir war schon fast die Flucht gelungen, als ich bei der Edelfirma Philippi eine ungewöhnliche Backgammon-Ausgabe entdeckte und ein sehr edles Schachspiel. Da konnte ich nicht Nein sagen. Auch ein ästhetisch ansprechendes Holz-Stapelspiel für Menschen von 5 bis 95 kam noch mit.
Fazit des dreieinhalb-tägigen ‚Winterurlaubs‘: ich bin unfähig, einfach mal nichts zu tun. Und Sie können es jetzt ausbaden, weil Sie die Qual der Wahl haben werden, wenn die Neuheiten im Laufe der nächsten Wochen ausgeliefert werden. Dann wird aus ‚Nur mal Kucken‘ ganz schnell eine Einkaufsorgie, die die Karte zum Glühen bringt …
Hoffentlich.
Grete Schulga
11.01.2026
Öffnungszeiten:
AlsterCity/Barmbek: Mo - Fr, 10.00 - 17.00 Uhr, Sa 10.00 - 13.00 Uhr
Die AlsterCity ist ein großer Bürogebäudekomplex, der über zwei Straßenadressen gleich bequem zu erreichen ist: Anfahrt über die Osterbekstraße 90 (Bushaltestelle Brucknerstraße) oder Weidestrasse 122 (Bushaltestelle Flotowstraße). Es gibt reichlich, 2 Stunden kostenlos zu nutzende Besucherparkplätze (versuchen Sie gar nicht erst, an der Straße einen Parkplatz zu finden).
Unser Laden befindet sich im Erdgeschoss gleich neben der Rezeption.